„between layers – Innenwelten des Achats“
Die Innenwelten des Achats, seine besondere Lagenstruktur und
Farbenvielfalt, üben schon seit Jahrtausenden eine Faszination
auf die Menschen aus. Jede Achatdruse ist ein unverwechselbares
Unikat, welches aufgeschnitten, die Fantasie des Betrachters anregt
und Traumgebilde entstehen lässt.

Seit seiner Entdeckung inspirierte diese abstrakte Schönheit des
Achats zahllose Künstler, Objekte als auch Schmuck aus diesem
Material zu erschaffen. Darüber hinaus ermöglicht der spezielle
Lagenaufbau auch eine konkrete Bildlichkeit: Schon im Alten
Ägypten war die Technik des Gemmenschneidens bekannt, bei
der Reliefs aus zwei oder mehreren unterschiedlichen Lagen
herausgeschnitten werden.

Seine Lagen, welche den Achat aus künstlerischer Perspektive so
wertvoll machen, entstanden durch Einlagerungen von Kieselsäure.
Diese verband sich mit Eisen, Mangan sowie anderen Mineraloxiden
und brachte die unterschiedlichen Farben der Bänderung hervor,
während die Struktur der Lagen – ob konzentrisch, horizontal oder
unregelmäßig – sowohl vom Ablagerungsprozess als auch von tekto-
nischen Verschiebungen des umgebenden Gesteins geprägt wurden.

Die Geschichte des Achats in seiner Verwendung als Kunst- und
Schmuckobjekt ist so vielfältig wie wechselhaft. So hat der Achat in
jüngster Zeit als sogenannter Halbedelstein eine Abwertung erfahren
und ist zu einem schmückenden Beiwerk in Massenproduktionen
geworden. Die Gravuren hingegen orientieren sich meist an traditi-
onellen Bildthemen, die nicht mehr den Zeitgeist und Erfahrungs-
horizont des Künstlers widerspiegeln.

Daher ist Ziel des Wettbewerbs, den Fokus erneut auf die Einzigartigkeit
des Achats zu legen sowie zeitgenössische Formen der Bearbeitung und
künstlerischen Umsetzung zu finden.

Gegenstand des Wettbewerbs
Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht die Herstellung eines innovativen
Schmuckstücks oder Objekts aus oder in Verbindung mit einem Achat.

Für den Wettbewerb kann sowohl der aufgeschnittene Achat als Inspiration
genutzt werden, der durch konzentrische oder unregelmäßige Schichten eine
eigene innere Welt offenbart, als auch der zwei- oder mehrlagige Achat mit
seinen horizontalen Lagen, der traditionell für Kameen und Intaglios
verwendet wird.

Bei der Verwendung von Lagenachat ist darauf zu achten, dass sich das
Schmuckstück oder Objekt von der klassischen Tradition des Gemmen-
schneidens abhebt und die Arbeit einen eigenen, innovativen Umgang
mit diesem traditionellen Schmuckstein aufweist. Eine Einschränkung
bezüglich der Herkunft oder der Achat-Varietät besteht nicht. Ausrichter
des Wettbewerbs ist das Deutsche Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein.

Teilnehmer
Am Wettbewerb können sich insbesondere Schmuck- und Edelstein-
gestalterInnen, Auszubildende, Schüler und Studierende der Fach- und
Fachhochschulen, der Hochschulen und Akademien des In- und Auslandes,
beteiligen.

Einsendetermin
Wichtig: Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über das Online-Formular!
Nach Absendung des Formulars erhalten die Teilnehmer eine E-Mail mit
einer automatischen Zuweisung der Teilnehmernummer. Mit dieser
Anmeldebestätigung sind die Arbeiten bis zum 15. Januar 2014
unter Angabe des Kennwortes „mineralART“ an folgende Adresse
zu schicken:

Deutsches Edelsteinmuseum
“mineralART”
Hauptstraße 118,
D-55743 Idar-Oberstein

Die Wettbewerbsarbeit muss bis zu diesem Termin beim Veranstalter vorliegen.
Es gilt nicht das Datum des Poststempels. Die Arbeiten werden während der
Dauer der Jurierung und mit dem vom Einsender angegebenen Wert versichert.
Der Hin- und Rücktransport erfolgt auf Risiko des Einreichers.

Als Preise sind ausgesetzt:
1. Preis 2.500 €
2. Preis 1.750 €
3. Preis 1.000 €

Flyer mineralART

Flyer Deutsch